Betrunken wählen: Bundestagswahl 2017

Sonntag, 24. September ab 12 Uhr

Eines der letzten Tabus der freiheitlichen Gesellschaft wird endlich gebrochen:

Die Wahl!

Mithilfe zweier Sorten Fassbiers und dankenswerterweise gespendetem, feinen Familienobstler aus dem Umland kann Frau sich in den Zustand der Wahltauglichkeit hineinsaufen, gemäß des ersten Gebotes unserer nunmehr 12-jährigen Volkschoreographie:

TRINKEN!  WÄHLEN! TRINKEN!

vom timetable her:

ab 12 Uhr: Trinken

ca. 17.15 Uhr Aufbruch zum Wahllokal

anschließend halbtot die Wahlergebnisse irgendwie mitschneiden bis wir dichtmachen (ROFL! Alter!), so gegen 21.30 Uhr.

WAHLBRAND!
41%

 

 

 

 

Preview: Matthias Egersdörfer – Ein Ding der Unmöglichkeit

Samstag, 7. Oktober 2017 um 20 Uhr

Wir freuen uns sehr und haben auch Ehrfurcht vor dem Herrn Egersdörfer und seinem neuen Programm „Ein Ding der Unmöglichkeit“ (Regie: Claudia Schulz), womit der feine Herr auf uns herniederkommen wird.

»Wenn ich als Kind zwei Kugeln Eis mit Sahne, einen Hund oder beispielsweise ein Maschinengewehr haben wollte, pflegte meine Mutter immer zu sagen, dies sei ein Ding der Unmöglichkeit. Dabei erhob sie ihre Arme zum Himmel und versuchte, bestürzt zu schauen. In diesem theatralischen Augenblick wusste ich, dass mir jetzt nur Sturheit und Gebrüll weiterhelfen konnten, um mein Ziel zu erreichen. Vor einiger Zeit dachte ich mir: Du müsstest mal wieder ein neues Programm auf die Bühne bringen. Kaum hatte ich zu Ende gedacht, erhob ich im Zimmer die Arme zum Himmel, schaute leicht konsterniert und rief laut: »Das ist ein Ding der Unmöglichkeit!« Meine Frau, die auf dem Sofa saß und gerade in den Fernseher schaute, in dem ein älterer Mann den Wert einer Kaffeekanne feststellen wollte, drehte sich zu mir um und sagte: »Genau diese Worte denke ich mir, wenn ich dich gelegentlich ansehe.« Deswegen trägt das neue Programm den Titel: »Ein Ding der Unmöglichkeit«.

Eintritt: € 10.- / 8.- / Mitglieder Eintritt frei

Die Abendkasse ist ab 19.30 Uhr geöffnet.

Kein Vorverkauf und keine Reservierung möglich.

 

 

 

Philipp Moll … und schubst mir keine Häuser um …

Eröffnung: Samstag, 14. Oktober 2017 um 19 Uhr

Ausstellungseröffnung mit Werken und Zeug von Philipp Moll.

Philipp Moll (*6.1. 1970 – 17.10.2016†) war unser Freund und Kupferstecher, er war Pöet, Philosoph, Musiker und Künstler. Er war so durch und durch Künstler, dass er Interpretationen und Erläuterungen über seine Arbeit und sachliche Erklärungsversuche der menschlichen Existenz, und des Lebens an sich für dummes eitles Geschwätz gehalten hat. Philipp war Menschenfreund, Mokkatrinker, Feinschmecker, wunderbarer Zuhörer und begnadeter Erzähler. Er fehlt uns.

Anlässlich seines ersten Todestages zeigen das Bernsteinzimmer und das Kunst-und Kurhaus Katana einen Ausschnitt aus seinem umfangreichen und weitgefächerten Werk.

Es gibt während der Ausstellung eins zwei drei Konzerte und eine Lesung. Weisst Bescheid.

 

Weitere Öffnungstage:

Mittwoch, 18. Oktober 18-21 Uhr
Samstag, 21. Oktober 15-19 Uhr
Mittwoch, 25. Oktober 18-21 Uhr
Samstag, 28. Oktober 15-19 Uhr
Mittwoch, 01. November 18-21 Uhr
Samstag, 04. November 15-19 Uhr
Mittwoch, 08. November 18-21 Uhr 
Samstag, 11.November 14-22 Uhr (Finissage mit Gulasch)

Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

Dienstag, 17. Oktober 20 Uhr
Lesung:
Freunde von Philipp lesen ausgewählte Moll’sche Texte
(Eintritt € 3.- / Mitglieder Eintritt frei)

Donnerstag, 9.November  20 Uhr
Konzert:
Schidl’n’Schedl
(Eintritt € 7.-/ 5.-/ Mitglieder Eintritt frei)

 

 

Kommando Romadur: Lehrreiche Vortagsreihe Vol. I – Haustiere

Donnerstag, 26.Oktober 2017 um 20 Uhr

Kommando Romadur –  Kultursterbebegleitung.
Ein bunter Abend mit schiefen Bildern, knietief recherchierten Beiträgen zu wundbrandaktuellen Themen und wundersamen Wendungen.

Ein neues Format ist geboren!
Kommando Romadur, das Spezialeinsatzkommando Kultursterbebegleitung auf seiner ersten Mission:

Thema: Haustiere.

Natalie de Ligt, Claudia Schulz und Martin Fürbringer sind die drei putzigen Pathologen und Heilpädagogen in der Palliativabteilung der menschlichen Errungenschaften. Einfühlsam und warmherzig sitzen sie am Sterbebett der Vernunft. Unerschrocken fühlen sie dem Weltkörper den Puls, messen der Kunst Fieber, schauen in alle Löcher des Unbewussten, diagnostizieren, sezieren und obduzieren.

Niemals aber machen sie Abstriche!

Unter Einsatz modernster Technik entsteht eine lehrreiche Soirée der fröhlichen Wissenschaft, ein Fest des engagierten Dilettantismus.

Kein Vorverkauf, keine Reservierung, Abendkasse ab 30 min vor der Veranstaltung geöffnet.

Eintritt: € 7.- / 5.- / Mitglieder Eintritt frei

 

 

 

 

Konzert: Schidl’n’Schedl

Donnerstag, 9. November um 20 Uhr

Die beiden elfenbeinedlen Berserker aus der Oberpfalz haben ja Gottseisdank schon mal bei uns gespielt und das war ja auch mit dem seligen Herrn Moll am Waschbrett. Die Älteren werden sich erinnern. Und weil ein Regen der Traurigkeit auf die milde Sonne der Erinnerung folgt und die Erde, aus der wir alle kommen und in die wir alle gehen, dunkel färbt und weil er mit dämonischer Kraft aus den Wolkentürmen herniederbricht, als ob Gott einen Nervenzusammenbruch hätte, und weil – wie Goethe schon wusste – es kein Licht ohne Schatten geben kann, deshalb ist es zwingend notwendig, dass diese Titanen der Kraft, diese Lehrmeister von Atlas, dem Weltenträger, die Erbauer der sternenhohen und fleischkäsdicken Klangwand uns um die Ohren hauen, was in unseren dunkelsten Herzkammern feig vegetiert und mit dem Schrei der Befreiung ans Licht des Jetzt gezerrt wird:
Schidl’n’Schedl zerschmettern den goldenen Käfig der Geborgenheit und stoßen uns in das Urmeer unserer eigenen Kraft! Sie laden uns auf! Sie galvanisieren uns von innen heraus!

Eintritt: € 7.-/ 5.-/ Mitglieder Eintritt frei

Elmar Tannert: Ein Satz an Herrn Müller

Freitag, 19. Mai um 20 Uhr

Lesung mit Musik

Foto: Cris Civitillo

Herr Müller ist Gestalter von Wohnräumen und Erfüller von Wohnträumen. Er nimmt sich Zeit, um das genau auf seine Kunden zugeschnittene Interieur zu entwerfen, das ihre Persönlichkeit widerspiegelt. An dem Schriftsteller jedoch, der ihm in einem gigantischen Monolog, einem einzigen langen Satz die Ansprüche schildert, die sein ideales Domizil erfüllen müßte, kann Herr Müller nur scheitern.

Foto: bingfish.de


Herr Tannert wird aus diesem Roman lesen.
Herr Staeffler wird musikalische Intermezzi beisteuern.

Hierbei wird Meister S. den bisher ungehörten „Salomon-Effekt“ zum Einsatz bringen.
(= eine Bezeichnung für Vorgänge im polymetrischen Feld)
Sie werden auch eine Pause machen, in der man sich mit Bier versorgen kann.

Eintritt: € 5.- / Mitglieder Eintritt frei
Biere sind darin nicht enthalten.

Das Blutige Telefonbuch S02E03: Die drei ??? auf sexy Spur

Dienstag, 23. Mai um 20 Uhr

Experimentelle Lesebühne

Was bisher geschah:
Aus Kummer über die Modegewohnheiten des thailändischen Königs Maha Vajiralongkorn entleibten sich die Pellerkerle L, T und D in der Aprilausgabe unserer schönen Lesebühne ja leider. Sehr leider.

Doch Rettung naht: drei Silhouetten zeichnen sich am Horizont ab. Es sind nicht Die Drei ???. Sie haben nasse Monchichis um die Hüften geschlungen und Turbane aus Arschhaar sich aufgetan.
Das erste Fragezeichen ist Lukas Jonas. Er riecht ganz übel, weil er zu viel Patchouliseife getrunken hat und wenn er aufstößt, dann gibt es eine ganze Reihe buntester Seifeblasen, die ganz scheiße nach Patchouli stinken.
Der zweite Detektiv ist Theobald Shaw. Er ist cool und gelenkig und hat einen Marathon gemeistert, allerdings auf seinem Sack hüpfend. Er sieht ein wenig mitgenommen aus, aber er hat einen super Schnurrbart.
Fragezeichen Numro 3: Recherchen und Archiv, Domian Andrews. Er ist der Sexgott mit den tausend Armen, sein Schweif ist Maß für Schmuddelfilmagenturen dieser und anderer Welten, die Kamasutren der Uiguren sprechen seinen Namen mit Ehrfurcht aus.
Steigt in den goldenen Rolls-Royce des Eskapismus und fahrt mit uns nach Santa Barbara!

Das Blutige Telefonbuch ist. Und das ganz neu.

Spezialgästin (als Tante Mathilda): Siri Teneré

Eintritt: € 5.- / Mitglieder Eintritt frei

Das Blutige Telefonbuch S02E02 – ‚Das Ende der Pellerkerle‘

Dienstag, 25. April um 20 Uhr

Experimentelle Lesebühne

Huijuijui, da ist aber einiges los in der Katana. Nachdem T sich aus Erbrochenem eine vollautomatische Maschinenpistole gebastelt hat, die zu allem Übel Katzenbabies verschießt, was zu enormen Protesten durch Tierschutzverbände geführt hat, stehen die Pellerkerle faktisch vor dem Aus.
L sieht aus wie ein halbtotgeschlagener Hai mit ganz schlimmen Ekzemen am Arsch, D saust, über und über mit Pferdeblut bedeckt, über den Erfurter Marktplatz und singt die Nationalhymne des Da’esh und T… naja, T hat sein Kotzegewehr, aus dem noch nicht ganz tote Katzen kullern. Alle haben gestrichen die Schnauze voll.
T hat eine Idee: er sagt, dass die Pellerkerle sterben müssen. L und D so: „Und wie?“. T so: „HAHA, ganz eimpfach: wir gehen drauf und dann sind wir wieder da. Wie in diesem Bibeldings.“
D und L wissen, dass sie T nicht mehr retten können. Seine selbstauferlegte Fastenkur hat ihm die Synapsen zerbritzelt. Jetzt müssen sie handeln, bevor der verrückte Uropa mit der Göbelwumme etwas Dummes anstellt oder sich und andere ernsthaft verletzt. Können sie T doch noch retten? Werden die Pellerkerle überleben? Welche Farbe hat die Realität? Und vor allem: wird wieder gesungen werden?

Wissen Sie das selbst! Durch Dasein an dem Datum, wo das is.

Spezialgast: Sebastian Ludwig

Eintritt: € 5.- / Mitglieder Eintritt frei